Sie möchten in Einklang mit dem Pferd künstliche oder natürliche Hindernisse überwinden? Sie haben keine Lust, ständig an ihrem rennenden Pferd zu zerren?

Der Chiron-Springstil ist sehr geeignet für Springanfänger oder ängstliche Springreiter. Der Reiter lernt einen ausbalancierten, leichten, aber stabilen Sitz im Gleichgewicht, das Pferd lernt selbständig mitzudenken und sich zu dehnen. Beide haben so nach kurzer Zeit viel Spass am Überwinden von Hindernissen aller Art.

Der Chiron-Springstil wurde vom Deutschen Rolf Becher nach den Gedanken des Italieners Frederico Caprilli († 1907) weiterentwickelt. Caprilli förderte einen Stil, bei welchem dem Pferd grösstmögliche Freiheit gelassen wurde, die „Schule des Nicht-Einmischens„: eine leichte Verbindung von der Trense zur weich mitgehenden Reiterhand und ein ausbalancierter Sitz mit angewinkeltem Körper und fundamentartigem Halt in den Bügeln, was den Reiter befähigt, elastisch im Gleichgewicht mit den Bewegungen des Pferdes mitzugehen.

Mit der Chiron-Methode wird das Pferd zur Selbständigkeit erzogen, sein Selbstbewusstsein wird gestärkt und sein Charakter positiv beeinflusst. Wichtigster Punkt ist das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter.

Die Basis des korrekten, pferdeschonenden Springsitzes ist das von Knie, Wade und Fuss gebildete Fundament und die Haltung des Oberkörpers. Durch das Tiefernehmen der Schultern, verschiebt sich die Hüfte nach hinten, wodurch ein Gewichtsdreieck aus Schulter, Hüfte und Fundament gebildet wird. Schulter, Knie und Bügeltritt stehen in einer Senkrechten übereinander. Der Steigbügel liegt unter der breitesten Stelle des Fusses, so dass das Gefühl am Boden zu stehen erzeugt wird. Die Hände folgen der Bewegung des Pferdehalses nach vorwärts-abwärts und lassen das Basculieren des Pferdes zu.

Wir beginnen mit Springsitz- und Rhythmusübungen – auch über Stangen und In-Outs -, welchen Übungen in der Gasse, das Reiten von Wendungen, die Arbeit über Stangen, fliegende Galoppwechsel, Arbeit über Staccionate und andere Stangenhindernisse und schliesslich das Überwinden von Naturhindernissen folgen.

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